Mit der Zustimmung des Bundesrates ist der Weg für das KRITIS-Dachgesetz frei. Die Regelung soll die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen in Deutschland erhöhen und europäische Vorgaben umsetzen. Zugleich äußerten die Länder in einer begleitenden Entschließung deutliche Kritik an einzelnen Bestimmungen.
In militärischen Liegenschaften der Bundeswehr gilt seit Ende Februar ein umfassendes Film- und Fotografierverbot. Verteidigungsminister Boris Pistorius begründet den Schritt mit Sicherheitsrisiken durch mögliche Auswertung von Bildmaterial durch fremde Nachrichtendienste.
Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hennig Otte, sieht den personellen Ausbau der Streitkräfte weiterhin als entscheidenden Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr. In seinem Jahresbericht 2025 verweist er neben der personellen Lage auch auf Defizite bei Material, Infrastruktur und Beschaffungsprozessen. Der Bericht wurde am Dienstag an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner übergeben.
Mit hohen Vertragszahlen und milliardenschweren Investitionen hat das Beschaffungsamt der Bundeswehr im Jahr 2025 seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Verteidigungsminister Boris Pistorius will diesen Kurs sichern und strukturell weiterentwickeln. Noch 2026 soll ein Reformkonzept vorgelegt werden, das zusätzliche Standorte vorsieht.
Die Bundeswehr setzt ihren personellen Aufwärtstrend fort. Sowohl bei der Gesamtstärke als auch bei Bewerbungen und Neueinstellungen im militärischen und zivilen Bereich zeigen die aktuellen Zahlen erneut zweistellige Zuwachsraten. Auch der zum Jahresbeginn eingeführte Neue Wehrdienst erreicht bereits einen Höchststand.
Mit der Eingliederung der Multinational Battlegroup Lithuania hat die Panzerbrigade 45 einen weiteren Schritt in Richtung voller Einsatzbereitschaft vollzogen. Der feierliche Appell in Kaunas markiert den Abschluss eines wichtigen Abschnitts im Aufbau des deutschen Großverbandes an der NATO-Ostflanke.
Mit dem neuen Innovationszentrum in Erding stärkt die Bundeswehr ihre Fähigkeit, technologische Entwicklungen schneller aufzugreifen und in die Streitkräfte zu überführen. Die Einrichtung soll Innovationen gezielt vorantreiben und die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Wirtschaft intensivieren.
Die Bundeswehr verzeichnet 2025 einen spürbaren personellen Aufwärtstrend. Steigende Bewerberzahlen, ein deutlicher Zuwachs bei Einstellungen und ein wachsender Gesamtbestand markieren einen Wendepunkt in der Personalentwicklung der Streitkräfte.
Der Deutsche Bundestag hat am 15. Januar 2026 das neue Planungs- und Beschaffungsbeschleunigungsgesetz der Bundeswehr beschlossen. Ziel ist es, Material, Ausrüstung und Gerät künftig schneller an die Truppe zu bringen und damit die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte nachhaltig zu verbessern.
Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass das Bundesministerium der Verteidigung zu Unrecht auf die Neuerstellung einer aufgehobenen Regelbeurteilung verzichtet hat. Die Beurteilung muss also neu erstellt werden.
Mit der Zustimmung des Bundesrates am 19. Dezember 2025 ist das Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes formell beschlossen. Ziel der Reform ist es, die personelle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr langfristig zu stärken und neue Grundlagen für die Personalgewinnung zu schaffen.
Erstmals seit dem Kalten Krieg sollen auch zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Beamte der Bundeswehr mit robuster persönlicher Schutzausrüstung ausgestattet werden. Ziel ist es, die Einsatzfähigkeit der gesamten Organisation im Krisen- und Verteidigungsfall zu erhöhen.