Vor der dritten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst kritisieren Gewerkschaften das Arbeitgeberangebot als völlig unzureichend.
Die Gewerkschaften dbb beamtenbund und tarifunion und ver.di schließen Streikmaßnahmen nicht mehr aus. ver.di beabsichtigt, erste Warnstreiks mit regionalem Bezug durchzuführen.
Die Gespräche für einen neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen haben begonnen – eine Einigung ist noch nicht in Sicht.
In der am 1. September 2020 beginnenden Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften (dbb beamtenbund und tarifunion sowie ver.di) ihre Forderungen vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei eine Gehaltserhöhung um 4,8 Prozent, mindestens jedoch eine Anpassung um 150 Euro.
Mit einer Neuregelung zur Stufenzuordnung und Stufenlaufzeit bei Höhergruppierungen im unmittelbaren Anschluss an eine vorübergehende Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit werden Beschäftigte künftig so gestellt, als wären sie bereits zum Zeitpunkt der vorübergehenden Übertragung der höherwertigen Tätigkeit dauerhaft höhergruppiert worden.
dbb beamtenbund und tarifunion sowie ver.di haben am 18. Juni 2020 beschlossen, den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) zu kündigen. Damit beginnen ab 1. September 2020 die Tarifverhandlungen für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen.
Die Corona-Pandemie könnte auch den Zeitplan der Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen durcheinanderbringen. Sondierungsgespräche zwischen der Arbeitgeberseite (BMI und VKA) mit der Arbeitnehmerseite (dbb und ver.di) am 16. Juni 2020 sollen Klarheit bringen, wie die Verhandlungen ablaufen werden.