Migrationssensibler Kinderschutz

Britta Sievers Anregungen aus Großbritannien

Die sozialpolitischen Entwicklungen in Großbritannien sind sowohl im Hinblick auf den Kinderschutz wie auch des Zusammenlebens aller Bevölkerungsgruppen von vielen Parallelen zu Deutschland gekennzeichnet. Die Zusammensetzung der Migrantenpopulation unterscheidet sich allerdings – bedingt durch die Kolonialgeschichte des Landes – deutlich von der Situation in Deutschland.

Der Anteil der Fachkräfte aus ethnischen Minderheiten ist in der Sozialarbeit sowohl in der Lehre wie auch in der praktischen Arbeit wesentlich höher als in Deutschland. Fragen von Rassismus und Antidiskriminierung nehmen hier einen breiten Raum in den Fachdebatten ein.

Der Band enthält neben einen kurzen Abriss der sozialpolitischen Entwicklungen der letzten Jahre eine Darstellung des im Vergleich zu Deutschland stark formalisierten Kinderschutzverfahrens. Zudem werden die Einwanderungsgeschichte und einige Leitlinien der Integrationspolitik umrissen. Neben Portraits von Migrantenorganisationen, die zum Kinderschutz arbeiten, findet sich auch ein Fallbeispiel, in dem das Vorgehen im Einzelfall plastisch wird. Entsprechend des Diversity-Ansatzes als Querschnittsaufgabe soll der ethnisch-kulturelle Hintergrund der Betroffenen in allen Stadien der Fallbearbeitung bis hin zu einer möglichen Unterbringung des Kindes berücksichtigt werden. Im Fazit werden Anknüpfungspunkte im Hinblick auf die Umsetzung eines migrationssensiblen Kinderschutzes in Deutschland herausgearbeitet.

Dieser Titel ist eine Veröffentlichung der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH).

Die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) ist eine bundesweit und - als deutsche Sektion der Fédération Internationale des Communautés Educatives (FICE) - auch international tätige Fachorganisation der erzieherischen Hilfen, insbesondere im Bereich der Hilfen für Kinder und Jugendliche, die außerhalb der Herkunftsfamilie leben und aufwachsen.

Die IGfH versteht sich als Lobby im Dienste des Wohls und der Rechte von jungen Menschen, die außerhalb der Herkunftsfamilie leben. Sie vertritt nur in diesem Rahmen die Interessen von Erziehern/innen und von Institutionen.

Die IGfH verpflichtet sich zu intensiver und kritischer Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung und den Erfahrungen der Praxis, die Aussagen machen über notwendige Gestaltung der Lebensräume junger Menschen und derzeit dagegen bestehende Hindernisse in den Einrichtungen der öffentlichen Erziehung.

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Erhältlich als:
Einband:
broschiert
Umfang:
72 Seiten
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14,8 x 21,0
ISBN:
978-3-925146-82-4
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