Höhere finanzielle Belastung für Pflegebedürftige in Pflegeheimen

Pflegebedürftige, die in ein stationäres Pflegeheim umziehen, müssen erneut deutlich mehr aus eigener Tasche zahlen.

Laut aktueller Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist der monatliche Eigenanteil im ersten Aufenthaltsjahr zum Stichtag 1. Januar 2026 durchschnittlich auf 3.245 Euro gestiegen – ein Plus von 261 Euro bzw. neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Stetiger Anstieg der Eigenbeteiligung

Die zunehmenden Eigenanteile setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen, darunter Pflege- und Personalkosten, Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten, die nicht vollständig von der Pflegeversicherung abgedeckt werden. Trotz der seit 2022 eingeführten und 2024 erhöhten leistungsbezogenen Zuschüsse der Pflegekassen (z. B. 15 % im ersten Jahr) reicht dies nicht aus, um den Anstieg der Kosten zu kompensieren.

Gründe für die Kostensteigerungen

Laut vdek sind vor allem gestiegene Personal- und Betriebskosten die Haupttreiber für die höheren Eigenanteile. Höhere Löhne in der Pflege seien politisch gewollt und gesellschaftlich notwendig, doch die Weitergabe dieser Mehrkosten an Pflegebedürftige führt zu spürbaren finanziellen Belastungen.

Forderungen und politische Debatte

Der vdek fordert, Investitions- und Ausbildungskosten stärker durch die Bundesländer oder den Bund zu finanzieren, um die Belastungen für Betroffene zu reduzieren. In einigen Bundesländern wie Bremen liegt der durchschnittliche Eigenanteil sogar noch über dem Bundesdurchschnitt.

Quelle: Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)