Die Personalwerbung der Bundeswehr verlagert sich ins Internet

Statt großer Messen fand die Personalwerbung im vergangenen Jahr hauptsächlich im Internet statt.

Im Jahr 2020 setzte die Bundeswehr für die Nachwuchswerbung Haushaltsmittel in Höhe von rund 33,6 Mio. Euro ein. Diese Ausgaben gliederten sich in die Bereiche Personalwerbung, Truppenbesuche, Jugendmarketing, Messen und Veranstaltungen, Online-Marketing und Give Aways.

Die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben sich jedoch auf die Präsenz-Formate der Öffentlichkeitsarbeit und auf die persönlichen Beratungs- und Betreuungsleistungen in der Karriereberatung vor Ort ausgewirkt.

In der Personalwerbung ging die Bundeswehr daher alternative Wege und setzte auf digitale Formate. So wurde zum Beispiel im Jahr 2020 alternativ häufig an digitalen Karrieremessen teilgenommen. Diese Maßnahmen konnten nach Auskunft der Bundeswehr die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Personalwerbung minimieren.

Rückgang bei den Bewerbern

So ganz folgenlos verlief das vergangene Jahr daher nicht. In der Summe führt es für den militärischen Bereich zu einem moderaten Rückgang an Bewerbungszahlen im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Bewerbungseingänge für die Laufbahnen der Offizierinnen und Offiziere hierbei trotz der Rahmenbedingungen nahezu auf Vorjahresniveau lagen. Die Bewerbungen für den Freiwilligen Wehrdienst konnten sogar gesteigert werden.

Die Einstellungszahlen für Beamtinnen und Beamten wurden im Jahr 2020 trotz der anhaltenden Pandemielage auf dem Vorjahresniveau gehalten und in einigen Bereichen sogar gesteigert. Die Zielvorgaben wurden zu 95 Prozent erfüllt. Bei den Tarifbeschäftigten stiegen die Einstellungen um ca. drei Prozent (von 3 755 im Jahr 2019 auf 3 892 im Jahr 2020).

Gerade an Soldatinnen und Soldaten mangelt es

Ziel der Bundeswehr für 2020 war es, insgesamt rund 22 000 Soldatinnen und Soldatinnen einzustellen. Dieses Ziel wurde deutlicher verfehlt. Über alle militärischen Laufbahnen hinweg konnte durch die pandemiebedingte Anpassung des Assessmentbetriebs und des Bewerbermanagements eine Personalbedarfsdeckung von rund 78 Prozent im Jahr 2020 erreicht werden.

Quelle: Bundestag.de