Bundeswehr-Piloten gegen Laser-Angriffe gewappnet

Viele Piloten kennen das: Endlich kann man den Donnervogel landen, wird aber plötzlich von unten mit Laser-Pointern genervt. Deshalb bekommen die Tiger-Hubschrauber-Besatzungen jetzt einen Schutz gegen Laser-Angriffe.

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung hat jetzt die Schutzbrillen der Firma ESG organisiert. Denn auch für die Armee sind Laser-Angriffe inzwischen ein Problem: Sowohl im zivilen als auch militärischen Bereich nehmen derartige gefährliche Eingriffe in den Luftverkehr zu.

§ 315 StGB: hohe Strafen vorgesehen

Gemäß § 315 StGB gibt es dafür empfindliche Gefängnisstrafen. Denn Piloten zu blenden ist mehr als ein Dumme-Jungens-Streich. Fatal: Bereits mit im Supermarkt oder Büro-Fachhandel erhältlichen Laser-Pointern können Piloten erheblich durch Blenden beim Landen gestört werden – bis hin zur Katastrophe. Und: Die Opfer von Laser-Attacken sind auch immer in Gefahr zu erblinden, weil die vermeintlich harmlosen Klein-Geräte die Augen erheblich beschädigen können. Laser-Pointer kommen eigentlich während Präsentationen als Zeigehilfsmittel an Universitäten, Schulen und Ausbildungsorten zum Einsatz und sind deshalb leicht erhältlich.

Weitere Schutz-Brillen sind unterwegs

Die Schutzbrillen für die Bundeswehr bieten eine unverfälschte Farbwahrnehmung sowie multispektralen Schutz gegen sichtbare und unsichtbare Laserstrahlen. Auch die Besatzungen des NATO Helicopters 90 werden wohl bald mit ihnen ausgerüstet. Eine entsprechendes Beschaffungsvorhaben ist auf dem Weg. Geplant ist zudem, dass noch mehr militärische Luftfahrzeug-Besatzungen die Schutzbrillen nutzen können.

Quelle: ots