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190 Millionen Jodtabletten für den Notfall

Die von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Menge übersteigt den üblichen Bestand um das Vierfache. Hintergrund der Aktion ist die Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011. Damals mussten die Experten erfahren, dass die Risiken bei einem Reaktorunfall größer sind als gedacht. Im Anschluss daran wurden auch die Notfallzonen um bestehende Atomkraftwerke erheblich erweitert.

Zuletzt wurden in Deutschland im Frühjahr 2019 die Auswirkungen eines Reaktorunfalls simuliert. Insbesondere wechselnde Windrichtungen bei langandauernder Freisetzung von radioaktiver Strahlung stellen Behörden und Katastrophenschutz vor Probleme.

Das Jod soll sich in der menschlichen Schilddrüse ablagern und damit die Ansammlung radioaktiven Jods aus der Umwelt verhindern. Die Aufnahme des radioaktiven Jods würde sonst zu Schilddrüsenkrebs führen.

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