Vor der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Februar 2026 nimmt in der Tarifrunde der Länder die Anzahl an Warnstreiks zu.
Enttäuschung nach erster Verhandlungsrunde
Bei den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes herrschte nach dem Auftakt der Tarifrunde für die Beschäftigten der Länder Unzufriedenheit. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf Arbeitgeberseite verwies auf die Kassenlage, ohne ein Angebot zur Lohnsteigerung vorzulegen.
dbb-Chef Volker Geyer forderte im Rahmen der dbb-Jahrestagung 2026 die TdL auf, bei den anstehenden Tarifgesprächen ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Die Politik müsse aufhören, von den Beschäftigten immer mehr zu verlangen und gleichzeitig ihnen gleichzeitig immer weniger zu geben. Das Personal müsse gestärkt werden, um gut auf Krisen vorbereitet zu sein.
7 Prozent, mindestens 300 Euro mehr
Frank Werneke, ver.di-Vorsitzender, betonte, dass man für eine echte Reallohnsteigerung eintrete und sich mit einem bloßen Inflationsausgleich nicht zufriedengäbe. Das Argument, es sei kein Geld da, zähle wegen höherer Steuereinnahmen für ihn nicht.
200 Euro mehr werden für die Nachwuchskräfte gefordert. Verhandlungsgegenstand ist ebenso ein eigenständiger für die rund 300.000 studentisch Beschäftigten, für die die Gewerkschaften sichere Arbeitsplätze garantieren möchten.
Erste Warnstreiks
Im Vorfeld der zweiten Verhandlungsrunde, die am 15. und 16. Februar 2026 in Potsdam stattfindet, ist es bereits bundesweit zu einzelnen Streikaktionen bei Verwaltungen, an Kliniken und Hochschulen gekommen.
Interessant wird auch zu beobachten sein, ob die Länder das Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich auf den Beamtenbereich übertragen. Zum Jahresende 2025 kündigte der bayerische Ministerpräsident Söder an, zukünftige Erhöhungen erst sechs Monate später an die Beamtinnen und Beamten weiterzugeben.