Die TdL hat in der zweiten Verhandlungsrunde bei den Tarifverhandlungen der Länder Eckpunkte vorgelegt, mit denen ein Kompromiss erreicht werden könnte.
Eckpunkte für mögliche Tarifeinigung
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes (ver.di sowie dbb beamtenbund und tarifunion) haben am 15. und 16. Januar 2026 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) die Tarifgespräche fortgesetzt.
Dabei hat die TdL ihre Vorstellungen präsentiert, wie die Gehälter für die Beschäftigten der Länder angehoben werden könnten:
Demnach könnten die Entgelte leicht über der Inflationserwartung in drei Schritten in den Haushaltsjahren 2026, 2027 und 2028 erhöht werden. Die Laufzeit der neuen Einigung soll 29 Monate betragen, die dann zum 31. März 2028 enden würde. Die prozentuale Gesamterhöhung läge bei etwa fünf Prozent ohne einen Mindestbetrag.
Für die Arbeitgeberseite wäre zudem eine Erhöhung der Wechselschicht- und Schichtzulage von 105 Euro auf 150 Euro bzw. von 40 Euro auf 60 Euro vorstellbar.
Schwerpunkt „Azubi-Paket“
Die Arbeitgeberseite kann sich deutliche Verbesserungen für Auszubildende vorstellen. Die Vergütung könne in drei Schritten um insgesamt 120 Euro angehoben werden. Für übernommene Auszubildende mit mindestens gutem Abschluss können sowohl die Stufe 2 der Entgelttabelle sechs Monate früher erreicht werden als auch die Abschlussprämie erhöht werden.
Die Mindestlohnentgelte von studentischen Beschäftigten können über den Mindestlohn erhöht werden (15,06 Euro zum Sommersemester 2026, 15,76 Euro zum Sommersemester 2027, 16,49 Euro zum Sommersemester 2028).
Weiterentwicklung des Eingruppierungsrechts
Der von den Gewerkschaften geforderte Einstieg in Verhandlungen zur Reform der Entgeltordnung der Länder wird von der Arbeitgeberseite nicht abgelehnt.
Allerdings bestehe die TdL auf Einhaltung der im Rahmen der Tarifrunde 2019 abgegebenen Verhandlungszusage, wonach man den Begriff des „Arbeitsvorgangs“ neu definieren müsse, um eine bessere Feindifferenzierung bei den Aufgabenanteilen vornehmen zu können.
Dafür könne man über eine stufengleiche Höhergruppierung und eine Paralleltabelle für Lehrkräfte ab dem Schuljahr 2028/2029 sprechen.
Fortsetzung der Verhandlungen
Die nächste und (planmäßig) letzte Verhandlungsrunde findet vom 11. bis 13. Februar 2026 in Potsdam statt.