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Verfahren gegen ehemaligen KSK-Kommandeur eingestellt

Der frühere Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte (KSK) Markus Kreitmayr wurde wegen einer Munitionsaffäre von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Jetzt wurde das Verfahren gegen eine Zahlung einer Geldauflage eingestellt.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten den Vorschlag zur Zahlung von 8.000 Euro angenommen, im Gegenzug wurde das Verfahren eingestellt. Das Geld soll einem gemeinnützigen Zweck zugutekommen.

Das Gericht kam zu der Ansicht, dass Kreitmayr nur eine geringe Schuld treffen würde. Bis zu drei Jahre Haft hätten ihm im Höchstfall nach dem Bundeswehrgesetz wegen unterlassener Mitwirkung bei Strafverfahren nach Paragraf 40 des Wehrstrafgesetzes drohen können.

Fehlende Munition bei Inventur

Bei einer Inventur der KSK im Jahre 2019 wurden „erhebliche Fehlbestände“ im Wert von zirka 28.000 Euro registriert. Kreitmayr hatte trotzt Wissen über die entwendete Munition gegen das Gesetz gehandelt und die Straftat nicht an Vorgesetze und Strafverfolger gemeldet. Stattdessen gab er den Soldaten die Möglichkeit die entwendete Munition wieder anonym zurückzugeben.

Brigadegeneral steht zu seiner Entscheidung

Der Ex-Kommandeur verteidigte sich mit der Argumentation, er hätte mit seinem Handeln verhindern wollen, dass die Soldaten die Munition vom Kasernengelände schmuggeln, um sie privat zu lagern und diese so eventuell in falsche Hände geraten hätte können.

Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass die vorschriftswidrige Lagerung von Munition auf dem Gelände der Kaserne strafrechtliche Konsequenzen mit sich ziehen würde. Auch vor Gericht sagte er: "Ich stehe auch heute noch zu meiner Entscheidung".

Das Gericht merkte an, dass durch die anonymisierte Rückgabe der Munition, es unmöglich wurde herauszufinden, wer für den Diebstahl zuständig gewesen war. Insgesamt wurde sogar mehr Munition zurückgegeben, als entwendet worden war.

Negatives Aufsehen um KSK

Zum Zeitpunkt des Geschehens hatte die Munitionsaffäre zum erhöhten medialen Aufsehen geführt. Besonders da in einem privaten Garten eines damaligen Mitglied des KSK Waffen, Munition und Sprengstoff gefunden worden waren.

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