Neuregelung der Entgelte für Tarifbeschäftigte

Die auf der Tarifrunde 2020 basierenden Änderungstarifverträge bringen einige finanzielle Verbesserungen für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen, die über die Erhöhung der Entgelttabellen hinausgehen.

Nach Abschluss der Redaktionsverhandlungen stehen die rechtlich verbindlichen Werte fest, nach denen sich die Vergütung der Beschäftigten bestimmt.

Entgelttabellen

Die Tabellenentgelte der Tarifbeschäftigten werden linear angehoben, und zwar zum 1. April 2021 um 1,4 Prozent bei mindestens 50 Euro und ab dem 1. April 2022 um weitere 1,8 Prozent. Abweichend von den Entgelttabellen, die im Zuge der Tarifeinigung vom 25. Oktober 2020 verkündet wurden, sind in der Radaktion die Beträge der Stufe 1 in den Entgeltgruppen 9b und 9c geändert worden. Sie fallen nun unterschiedlich hoch aus.

Krankenhäuer und Pflegeeinrichtungen

Zum 1. März 2021 treten die Erhöhung der Pflegezulage auf 70 Euro (ab 1. März 2020 auf 120 Euro), der Intensivzulage auf 100 Euro und der Wechselschichtzulage auf 0,93 Euro pro Stunde (bzw. auf 155 Euro bei ständiger Wechselschicht) in Kraft.

Bei der Erhöhung des Samstagszuschlags auf 20 Prozent des auf eine Stunde entfallenden Entgelts ist klargestellt worden, dass der Zuschlag auch gezahlt wird, wenn die Samstagsarbeit von 13 bis 21 Uhr im Rahmen von Wechselschicht- und Schichtarbeit geleistet wird.

Alternatives Entgeltanreizsystem für kommunale Beschäftigte

Im Rahmen der Redaktionsgespräche sind die Einzelheiten zur Umsetzung des alternativen Entgeltanreizsystems (Fahrtkostenzuschüsse für ÖPNV, Wertgutscheine, Zuschüsse für Fitnessstudios) festgelegt worden. In Betriebs- oder einvernehmlichen Dienstvereinbarungen kann vorgesehen werden, dass das für die leistungsorientierte Bezahlung (LOB) vorgesehene Volumen ganz oder teilweise für die neuen Entgeltanreiz-Systeme verwendet werden kann. Wird das Volumen in einem Jahr nicht vollständig verbraucht, kann das Budget des Folgejahres um den nicht verbrauchten Betrag erhöht werden.

Jobrad

Zwischen der VKA, ver.di und dbb ist ein Tarifvertrag zur Entgeltumwandlung zum Zwecke des Leasings von Fahrrädern im kommunalen öffentlichen Dienst (TV-Fahrradleasing) abgeschlossen worden. Demnach können Arbeitgeber und Beschäftigte einzelvertraglich vereinbaren, dass ein Teil des Bruttoeinkommens zur Finanzierung der Raten für das Fahrrad-Leasing umgewandelt wird.

 Lesen Sie hier alle Ergebnisse zur Tarifrunde 2020