Gewerkschaften geben Forderungen bekannt

In der am 1. September 2020 beginnenden Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften (dbb beamtenbund und tarifunion sowie ver.di) ihre Forderungen vorgestellt.

Am 25. August 2020 haben dbb-Chef Ulrich Silberbach und ver.di-Vorsitzender Frank Werneke ihre Forderungen bekanntgegeben, mit denen sie in die diesjährigen Verhandlungen gehen werden.

Für die rund 2,3 Millionen betroffenen Beschäftigten von Bund und Kommunen verlangen sie eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,8 Prozent, mindestens aber um 150 Euro.

Wie solche neuen Entgelttabellen aussehen würden, zeigen wir Ihnen in einer Hochrechnung >> hier.

Weitere Forderungen betreffen die Vergütung der Auszubildenden, die um 100 Euro erhöht werden soll, sowie eine Verlängerung und Verbesserung der bestehenden Altersteilzeitregelungen. Die Arbeitszeit im kommunalen Bereich im Osten (40 Stunden) soll an die des Westens (39 Stunden) angeglichen werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll nach Gewerkschaftsvorstellung zwölf Monate betragen.

Ebenso sollen nach dbb und ver.di die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in Gesundheitsberufen verbessert werden, insbesondere die Regelungen zu Wechselschichten und eine Erhöhung der Sonntagszuschläge. Diese Fragen sollen aber aus der eigentlichen Lohnrunde ausgekoppelt und in einer eigenen Verhandlung besprochen werden.

Für die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) wies deren Präsident, Ulrich Mädge, die Forderungen als völlig überzogen zurück. In Zeiten der Corona-Krise verkennen die Gewerkschaften den finanziellen Spielraum der Kommunen.

Beide Seiten erwarten schwierige Verhandlungen in Potsdam.

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