Immobilien und Wohnen

Wohneigentum als Renditeobjekt

Mit Checkliste zum Besichtigungstermin
Wer eine Eigentumswohnung kaufen möchte, egal, ob zur Selbstnutzung oder als Kapitalanlage, sollte von Anfang an darauf achten, dass er sein Geld optimal anlegt. Das fängt schon beim Kauf an. Denn nicht nur die örtliche Lage der Wohnung, die Lage im Haus, die Ausstattung und Größe der Wohnung, Altbau oder Neubau – auch der Umstand, ob vorwiegend Kapitalanleger oder Selbstnutzer zu den Miteigentümern zählen – sind wichtige wertbildende Faktoren. Nutzen Sie deshalb schon bei der Besichtigung eine Checkliste, mit der Sie nichts Wichtiges übersehen.

Nebenkosten bei der Finanzierung nicht außer Acht lassen
Ebenfalls ganz wichtig: Die Kosten, die neben dem reinen Kaufpreis bzw. dessen Finanzierung auf Sie zukommen. Wohnungseigentümer zahlen Monat für Monat das sogenannte Hausgeld. Das umfasst zum einen die üblichen Betriebskosten, zum anderen aber auch die Zahlungen auf die Instandhaltungsrücklage, ohne die es in Wohnungseigentumsanlagen nicht geht. Diese können das monatliche Budget neben der eigentlichen Finanzierung stark belasten und sollten deshalb unbedingt mit einkalkuliert werden, wenn es darum geht zu ermitteln, wie viel Wohnung man sich leisten kann. Was die sogenannten Erwerbsnebenkosten anbetrifft, müssen Sie mit Kosten in Höhe von ca. 15 Prozent des Kaufpreises rechnen.

Wichtig: Banken finanzieren nur solche Kosten, die den Wert der Immobilie erhöhen. Erwerbsnebenkosten und Renovierungskosten gehören in der Regel nicht dazu.

Die Erwerbsnebenkosten im Einzelnen:
Sachverständigenkosten
Wer einen Architekten hinzuzieht, um Mängel und den Renovierungsaufwand feststellen zu lassen, muss diese Dienste ebenfalls bezahlen. Hier wird in der Regel ein Stundensatz berechnet, der sich am Wert des Objektes orientiert.

Maklerprovision
Die Höhe liegt je nach Region zwischen drei und sieben Prozent des Verkaufspreises zuzüglich Mehrwertsteuer.

Notarkosten
Zu den Erwerbsnebenkosten zählen auch die Notarkosten. Die Notarkosten belaufen sich im Durchschnitt bei etwa zwei bis drei Prozent des Kaufpreises.

Bankkosten: Bereitstellungszinsen und Gebühren
Wer das Darlehen zur Finanzierung der Wohnung nicht unmittelbar oder nicht in voller Höhe in Anspruch nimmt (z. B. bei Bezahlung nach Baufortschritt), zahlt nach einer bestimmten Zeit – in der Regel nach sechs Monaten – den sogenannten Bereitstellungszins an die Bank. Üblich sind rund 0,25 Prozent pro Monat.

Grunderwerbssteuer und weitere Kosten
Die Grunderwerbssteuer wird kurz nach dem Kauf fällig. Sie beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 bis 6,6 Prozent des Kaufpreises.

Praxis-Tipp:
Wer die Wohnung als reine Kapitalanlage erwerben möchte und die Mieteinnahmen als Teil des Finanzierungskonzeptes einkalkuliert hat, sollte anhand des Buches „Immobilien als Kapitalanlage inkl. E-Book“ von Reinhold Pachowsky ermitteln, wie hoch der Ertragswert sein muss, um die Kosten zu decken. Steuerliche Vorteile lassen Sie dabei aber besser außer Acht, weil diese unerwartet entfallen können.

Buch-Tipp:
Pachowsky, Reinhold: Immobilien als Kapitalanlage inkl. E-Book

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