Wichtiger als die Altersvorsorge: Pflegeabsicherung

„Für die spätere Lebensqualität ist die Bereitstellung von Liquidität im Alter wichtig: Nur wer dieses Risiko für sich kalkulierbar macht, kann auch mit dem aktuellen Vermögen leichter umgehen. Er kann es verwenden, muss es nicht für die Pflege aufbewahren und es wird aller Wahrscheinlichkeit nach sogar noch mehr. Das bedeutet also: Pflegeabsicherung sorgt vor und macht bestehende Vermögen verfügbar.“, sagt die Expertin Margit Winkler vom IGB (Institut GenerationenBeratung).

Zu keiner Zeit in der Geschichte hatten die Menschen eine so lange Lebenserwartung wie wir. Gleichzeitig geht das häufig mit einer hohen Lebensqualität einher. Dieser Lebensabschnitt war früher von dem Wohlwollen der eigenen Kinder abhängig. Wer keine Kinder hatte, adoptierte oder lebte bei den Verwandten. So war die Alterspflege gesichert.

Dass heute die Töchtergeneration nicht mehr die Pflege organisieren kann, ist eigentlich bekannt: zu lange sind die Pflegezeiten von meist mehreren Jahren, zu weite räumliche Entfernung und zu viele Single bzw. Patchwork-Situationen, die konfliktbehaftet sind.

Die Pflegeheime sind je nach Geldbeutel Aufbewahrungsstätte oder Luxushotel. Mehr als zu sonst einem Zeitpunkt im Leben hängt die eigene Lebensqualität von den Finanzen ab. Häufig trifft man in den Heimen Bekannte oder lernt sich kennen. Denn nicht nur Schwerstpflegefälle sind dort untergebracht. Wir Menschen ändern kaum unsere Bedürfnisse im Alter nach Nähe, Unterhaltung, Anerkennung.

Machen Sie die eigene Vorsorge für die Pflegebedürftigkeit zur Chefsache. Überlassen Sie hier bitte nichts dem Zufall. Die Konsequenzen sind zu bedeutend. Wer sich zu spät damit auseinandersetzt, für den ist oftmals eine ausreichende Absicherung nicht mehr möglich. Und denken Sie daran, dass Sie sofort belohnt werden: Wenn das Risiko abgedeckt ist, können Sie wieder frei über das bestehende Vermögen verfügen! – Es ist dann nicht mehr für „könnte sein“ eingeplant, sondern für Ihre Wünsche!