Soziales & Gesundheit

Vorsorge für den Urlaub!

Gerade der beginnende Sommer bietet wieder viele Möglichkeiten für Ausflüge, „work and travel“, Sport und Reisen. Aber denken die Urlauber dabei auch an die Vorsorge?

Strandkorb mit Sonnenuntergang
© Blickfang - fotolia.com
Die meisten kümmern sich um Absicherungen wie Auslandskrankenversicherung, Unfallversicherung und gegebenenfalls auch Rückholdienste, wenn es ganz schlimm kommt. Doch wie sieht es mit Organspende im Ausland aus? Oder was passiert mit den Kindern, wenn Eltern verunglücken? Tipps für umfassende Vorkehrungen gibt Expertin Margit Winkler vom Institut GenerationenBeratung. Teilweise können diese ohne oder mit geringen finanzielle Aufwendungen umgesetzt werden.

Organspende-Ausweis

Wer kein Organspender ist und vereist, sollte unbedingt einen entsprechenden Ausweis bei sich tragen. Denn bei den meisten europäischen Nachbarn gilt umgekehrtes Recht: Wer sich nicht anderweitig äußert, ist Organspender. Neben inneren Organen zählen auch Haut, Haare und Augen dazu. Also gerade bei Alleinreisenden ein Muss.

Auslandskrankenversicherung

Gesetzlich Versicherte sollten sich darum kümmern. Denn in den Urlaubsregionen sind die Kosten der ärztlichen Versorgung auch bei kleineren Unfällen enorm. Die Prämien für diese Absicherung sind hingegen bei den Gesellschaften häufig gering.

Rückholdienste

Wenn es ganz schlimm kommt, werden Patienten im Ausland von einem Ärzteteam für Behandlungen vom Ausland nach Deutschland per Flugzeug zurückgeholt. Diese Kosten betragen über 100.000 Euro. Bei einigen Unfallversicherungen sind Rückholdienste beinhaltet ebenso bei Mitgliedschaften in Organisationen wie dem ADAC.

Vorsorgevollmacht

Eine Woche in Urlaub, einen Monat auf Reise oder ein ganzes Jahr work and travel: in dieser Zeit kann eine Menge passieren. Mit der Vorsorgevollmacht bevollmächtigt man eine Vertrauensperson, die gegenüber Post, Banken, Krankenhäuser und Behörden vertreten kann. Das ist ab dem 18. Lebensjahr notwendig.

Sorgerechtsverfügung

Wenn Eltern verunglücken, sind nicht automatisch Paten oder Großeltern berechtigt, die Kinder großzuziehen. Eltern brauchen dafür die sogenannte Sorgerechtsverfügung, in der sie eindeutig erklären, bei welcher Person das Kind aufwachsen soll, bei wem ersatzweise und beim wem auf keinen Fall. Ähnlich wie bei der Vorsorgevollmacht ist es hier entscheidend, dass diese Verfügung so aufbewahrt ist, dass sie im Bedarfsfall gefunden wird.

Haustierverfügung

Entweder geht das Haustier mit auf Reise oder man versorgt es bei Dritten. Eine Lösung auf Dauer bei Dritten sollte man in einer entsprechenden Haus- und Großtierverfügung regeln. Dort ist auch Platz für Tierarzt, Besonderheiten und die finanzielle Regelung.

Über Margit Winkler 

Margit Winkler ist Geschäftsführerin des Instituts GenerationenBeratung. Mit ihrem Team bildet sie zu GenerationenBeratern (IHK) aus und hat die Weiterbildung initiiert. Ihr Buch Vorsorge: Keine Frage des Alters! gilt als Standardwerk der GenerationenBeratung. Neben der Ausbildung begleitet sie mit Service und Netzwerk die Umsetzung der Berater in der Praxis. Seit einem Schicksalsschlag setzt sie sich für das Thema Vorsorge ein und hat damit in der Finanzbranche den Beratungsansatz GenerationenBeratung ins Leben gerufen.



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