Argumente gegen geschlossene Unterbringung in Heimen der Jugendhilfe

Die Praxis geschlossener Unterbringung in Heimen der Jugendhilfe schien, nach allen im Westen der Republik geführten fachlichen Debatten und der Einführung eines neuen, am Sozialleistungsgedanken orientierten Jugendhilferechts, ihrem definitiven Ende zuzugehen. Nun taucht das Thema im politischen und medialen Diskurs wieder verstärkt auf, wobei mit GU durchgängig das Ziel verfolgt wird, Strafe durch die Jugendhilfe vollziehen zu lassen.

Angesichts dieser Situation hatte die IGfH und der Paritätische Wohlfahrtsverband eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um noch einmal die zentralen pädagogischen, rechtlichen und strukturellen Argumente gegengeschlossene Unterbringung zusammenzutragen. Mit dem Eingreifen in die aktuelle Debatte verbindet der Band die Hoffnung, ihr Ende zu beschleunigen.

Darüber hinaus wird der Blick darauf gelenkt, dass es wesentliche Mängel im System der erzieherischen Hilfen selbst sind, die die Nachfrage nach geschlossener Unterbringung erzeugen, und dass es deshalb darum geht, die Hilfen zur Erziehung insgesamt als 'Alternative' zur geschlossenen Unterbringung von Kindern und Jugendlichen zu gestalten und zu qualifizieren.

Die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) ist eine bundesweit und - als deutsche Sektion der Fédération Internationale des Communautés Educatives (FICE) - auch international tätige Fachorganisation der erzieherischen Hilfen, insbesondere im Bereich der Hilfen für Kinder und Jugendliche, die außerhalb der Herkunftsfamilie leben und aufwachsen.

Die IGfH versteht sich als Lobby im Dienste des Wohls und der Rechte von jungen Menschen, die außerhalb der Herkunftsfamilie leben. Sie vertritt nur in diesem Rahmen die Interessen von Erziehern/innen und von Institutionen.

Die IGfH verpflichtet sich zu intensiver und kritischer Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung und den Erfahrungen der Praxis, die Aussagen machen über notwendige Gestaltung der Lebensräume junger Menschen und derzeit dagegen bestehende Hindernisse in den Einrichtungen der öffentlichen Erziehung.

Mehr zu Publikationen und Projekten der IGfH finden Sie hier.

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66 Seiten
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978-3-925146-35-0
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