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Sozialarbeiter haben es oft mit Klienten zu tun, die nicht oder nur

begrenzt in der Lage sind, Hilfen zur Eigenaktivierung anzunehmen,

weil ihnen wichtige Voraussetzungen dafür fehlen. Das sind nicht

nur geistig behinderte Menschen. Viele Jugendliche und junge

Erwachsene befinden sich wegen einer destruktiven Sozialisation

durch Herkunftsfamilie, soziales Umfeld und negative Erfahrungen

mit Interventionen durch Justiz und Soziale Arbeit in einer Situation,

in der sie Hilfe durch Sozialarbeiter nicht mehr annehmen wollen

und können. Das sind Klienten, denen wichtige Kompetenzen als

Voraussetzungen einer Hilfe zur Selbsthilfe fehlen. Diese Voraus-

setzungen müssten erst geschaffen werden, bevor sie motiviert

werden können. Diesen Typus der nicht motivierten Klienten be-

zeichnen wir als

nicht befähigte

Klienten, die nicht in der Lage

sind, aktivierende Hilfe anzunehmen. Sozialarbeiter haben sie fol-

gendermaßen beschrieben:

K

Verelendung der Person

K

Antriebsarmut

K

Unzuverlässigkeit

K

Uneinsichtigkeit bezüglich ihrer Situation

K

Schwellenängste

K

mangelnde soziale Bindungen

Diese Aussagen werden ergänzt durch negative Erfahrungen mit

dem Verhalten unfreiwilliger, nicht motivierter und nicht befähigter

Klienten. Termine, Absprachen und Vereinbarungen werden nicht

eingehalten:

K

nicht anwesend bei Hausbesuch

K

keine regelmäßige Teilnahme an Gesprächssitzungen

K

sehr unregelmäßige Teilnahme am Berufsfindungskurs

K

keine Tagesstruktur

K

unpünktliches Verhalten

K

bei Wohnungssuche absolut inaktiv, keine Zeitung lesen, keine

Anrufe, Kritik an jedem Vorschlag, keine Bewerbung bei Wohn-

baugesellschaft

K

unzureichende Erwerbsbemühungen

K

kein Wille zur wirklichen Veränderung

K

gleichgültiges Verhalten gegenüber der eigenen Situation

Soziale Arbeit ohne Motivation und Mitarbeit

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www.WALHALLA.de

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