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Grußwort der Leiterin des Jugendamts Hanau

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familienerhaltenden Intervention einzugehen in Familien, in denen

der Kinderschutz gefährdet ist.

Eine aktuelle Anfrage im Kolleg_innenkreis, wie denn ihre Erfah-

rungen mit FiM in den vergangenen 20 Jahren waren, brachte fol-

gende Ergebnisse:

• Es wurde rückgemeldet, dass bis auf 1–2 Maßnahmen gute

Erfahrungen mit dieser Methodik und dem Albert-Schweitzer-

Kinderdorf als Dienstleister gesammelt wurden.

• Die Hilfen würden regelhaft schnell (umgehend) bei Beauftra-

gung einsetzen, es sei eine sehr gute Kooperation mit den Mitar-

beiter_innen des ASK und die Familien äußerten sich positiv über

die Hilfeform, wenn es gelingt, dass die Kinder in der Familie

verbleiben.

• In der Regel schließe sich nach FiM (4 Wochen, bei Verlängerung

6 Wochen Laufzeit) eine Sozialpädagogische Familienhilfe an. In

rund 90 % der Fälle gelinge es, dass die Kinder in ihren Familien

verbleiben könnten. Nur in rund 10 %

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der Hilfen gelinge dies

nicht und FiM sei bereits nach kurzer Zeit beendet (durchschnitt-

lich ca. 3 Tage). Hier sei dann die Inobhutnahme der Kinder not-

wendig geworden.

• Die Mitarbeiter_innen des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes in

FiM-Maßnahmen seien herausragend gut qualifiziert und arbei-

teten hoch strukturiert. Sie verstünden es sehr gut mit und in

Krisen zu arbeiten. Das Ankoppeln ans familiäre System erfolge

regelhaft sehr schnell, so dass eine Übergabe seitens des Jugend-

amtes an die FiM-Mitarbeiter_innen unkompliziert erfolge.

• Die Kolleg_innen des Kommunalen Sozialen Dienstes fühlten

sich gut eingebunden, ein Kollege benannte, dass durch FiM auch

Mehrarbeit auf ihn zukomme, da die Besprechungstermine kon-

tinuierlich eingehalten werden.

• Eine Kollegin berichtete, dass eine angefragte Hilfe nach Rück-

sprache mit dem ASK nicht eingeleitet worden wäre, da es nicht

als geeignete Hilfeform für die betroffene Familie angesehen

wurde.

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Prozentuale Angaben basieren auf Schätzungen der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter.