Table of Contents Table of Contents
Previous Page  11 / 22 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 11 / 22 Next Page
Page Background

Grußwort des Vorstandes der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer Hessen e. V.

www.WALHALLA.de

11

Grußwort des Vorstandes der Albert-Schweitzer-

Kinderdörfer Hessen e. V.

20 Jahre „Familie im Mittelpunkt“ (FiM) ist Anlass genug, mit etwas

Stolz zu feiern und verbunden mit einem Fachtag die beeindrucken-

den Erfolge dieser besonderen Art von Krisenintervention heraus-

zuheben.

Der ASK Hessen e. V. hat in Kooperation mit der Fachhochschule

Frankfurt, später mit dem Institut SATEP (Soziale Arbeit in Theorie

und Praxis) seit 1998/99 in beiden Kinderdörfern (Hanau und Wetz-

lar) FiM selbst bei starken Kindeswohlgefährdungen sehr erfolg-

reich durchgeführt und damit zahlreichen Familien geholfen, einen

konstruktiven Umgang mit ihren Krisen zu entwickeln und eigene

Ressourcen wieder zu entdecken und zu aktivieren.

Mein Kollege, Herr Jährling, hat als erster die Kontakte mit Prof.

Gehrmann und Prof. Müller von der Fachhochschule Frankfurt am

Main aufgenommen und beim Jugendamt Hanau entsprechende

Überzeugungsarbeit geleistet.

Kurze Zeit später konnte Herr Jährling auch mich sehr schnell von

dieser bis dahin außergewöhnlichen Methode begeistern und die

Gespräche mit den Jugendämtern Wetzlar und Lahn-Dill-Kreis führ-

ten zu positiven Ergebnissen. Wir haben danach die Teams in Hanau

und Wetzlar aufgebaut und entsprechend ausgebildet.

Alle Jugendamtsvertreter_innen waren sehr aufgeschlossen, aber

auch sehr gespannt und skeptisch, ob diese Krisenintervention tat-

sächlich zu den erwünschten Ergebnissen führt. Sie erwarteten bei

den sehr hohen Kosten von FiM eine hohe Erfolgsquote.

Sie begrüßten deshalb die wissenschaftliche Begleitung durch die

Fachhochschule, um die Ergebnisse von außen beschreiben lassen zu

können. Damit verbunden sollte vor allem die Nachhaltigkeit dieser

Methode überprüft werden.

Wir hatten das Glück, in beiden Teams Personen für FiM zu gewin-

nen, die mit voller Überzeugung und Verantwortungsbewusstsein

an den Start gingen und so dafür sorgten, dass der Start nicht besser

hätte laufen können.

Durch die Anfangserfolge von FiM konnte sich das Projekt in der

Jugendhilfelandschaft etablieren und durchsetzen.