Bewerbung & Karriere

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Was sagt die Arbeitslosenstatistik aus?

Bereits von einigen Jahren hatte Prof. Fredmund Malik Zweifel an der Verfügbarkeit der in der Arbeitslosenstatistik geführten Arbeitskräfte. Von den derzeit 2,5 Millionen Personen in den neuen Bundesländern zieht etwa  1 Million aufgrund der sozialen Beziehungen nicht um. Eine halbe Million sind Schulabgänger ohne Abschluss. Weitere 500.000 sind Bewerber über 55, die sich keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt geben. So bleibt die letzte halbe Million an direkt einsetzbaren Arbeitnehmern – für alle Vakanzen in der gesamten Bundesrepublik.

Vorgestern war ich bei einem Internetprovider in Karlsruhe, der dort 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Mein Ansprechpartner aus dem HR-Bereich meinte, wenn sich alle verfügbaren Arbeitskräfte in dieser Stadt sammelten, würden Sie locker auf den Parkplatz passen. Daher hat das Unternehmen eine Niederlassung in Berlin eröffnet – mit dem einzigen Ziel, hier Mitarbeiter anzuwerben, die in Süd-Deutschland mit Vollbeschäftigung nicht zu finden sind.

Die neue Macht der Arbeitnehmer

Das Unternehmen Berner hat seinen Hauptsitz von Künzelsau nach Köln verlegt, da es nur noch in der Metropole geeignete IT-Mitarbeiter und Diplom-Ingenieure findet. Die Zahl der Erwerbstätigen beträgt knapp 44 Millionen – mehr als je zuvor. Und die Wirtschaft hat gerade angekündigt, im nächsten Jahr 500.000 neue Stellen schaffen zu wollen.

Auch wenn die Realität noch nicht bei jedem Unternehmen angekommen ist: Die Zeiten, in denen sich für jede offene Position zehn Bewerber angeboten haben, sind vorbei. Auch nicht jedem Mitarbeiter ist bewusst, wie sehr sich der Arbeitsmarkt verändert hat! Wer sich lediglich bei BMW, McKinsey und Apple bewirbt, wird diese Aussage anzweifeln. Und wer sich ausschließlich auf ausgeschriebene Stellen in beliebten Großstädten wie München bewirbt, ist möglicherweise auch nicht davon überzeugt. Wer sich aber etwas abseits der Metropolen nicht bei den 15.000 Konzernen, sondern bei den 3,9 Millionen klein- und mittelständischen Unternehmen bewirbt, erlebt eine neue Aufgeschlossenheit.

Lege das Chamäleon ab!

Somit leben wir in einer Zeit, in der sich keiner mehr verstellen muss. „Sich nach dem Arbeitsmarkt zu richten“ war ein Erfolgskonzept vor zehn Jahren. Wer damals Lehrer werden wollte, hat sich für die Ausbildung als Ingenieur entschieden. Die Konsequenz: Viele Angestellte verbringen einen Großteil ihrer Lebenszeit in einem Umfeld und mit einer Tätigkeit, die sie im tiefsten Inneren nicht mögen. Da wundert es nicht, dass die Burn-Out Rate zunimmt. Und Gallup bestätigt, dass lediglich 15 Prozent der Mitarbeiter für Ihre Tätigkeit brennen.

Zeit zum Umdenken! Dieses ist – zugegebenermaßen – einfacher für Arbeitnehmer, die eher am Anfang ihres beruflichen Werdegangs stehen. Wer den Karrierepfad schon länger gegangen ist, hat es schwieriger eine Anpassung vorzunehmen.

Welche Faktoren führen zum Erfolg?

Die Forschung zeigt aber, dass die Kombination von drei Faktoren entscheidend für den Erfolg ist. Dieser muss nicht zwingend monetär sein. Für den einen ist es das Ballett auf der Bühne. Ein anderer findet Sinnin der Erforschung unheilbarer Krankheiten. Ein dritter investiert sein Leben in eine Non-Profit Organisation, damit Jugendliche den Einstieg ins Leben finden.

Diese drei Faktoren sind:

Wer diese Fragen zunächst für sich beantwortet, kann selektiv suchen. Die Bewerbungsreise fängt mit der Selbstreflexion an. Auch wenn es sich gewöhnungsbedürftig anhört: Es ist schwieriger, den Blick nach innen zu richten, als die klaren Ziele umzusetzen!

Über den Autor

Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven, Experte in Sachen Bewerbung , gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere. Als SZ-Jobcoach schreibt er regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung.

Jeden Monat zeigt er innovative und teils kuriose Ansichten und Herangehensweisen an Probleme, die garantiert jeder Bewerber in seinem Leben einmal erlebt hat - vom Bewerbungsprozess bis hin zum heiß ersehnten Gespräch, vom Berufseinstieg bis zum beruflichen Neuanfang.

Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven blickt auf eine internationale Karriere als Geschäftsführer mehrerer mittelständischer Unternehmen und Konzerne (u.a. Yves Rocher und Gillette) zurück. Der Karriere-Coach hält als Gastdozent am MCI Management Center Innsbruck Vorträge zum Thema Job-Hunting, verfasst Beiträge für das Magazin FOCUS und ist Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung.

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