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Arbeitsmarkttheoretische Grundlagen

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Insbesondere aus den von der Finanz- und Eurokrise besonders hart betrof-

fen Staaten Griechenland, Spanien und Portugal stiegen die Zuwanderun-

gen an. Mit einem Positivsaldo von knapp 370.000 Zuwanderungen im Jahr

2012 erreichte die Bundesrepublik erstmalig wieder das Niveau um die

Mitte der 90er-Jahre.

Auch wenn die mit der Krise in den Herkunftsländern einhergehende Ar-

mut und Not einen hohen Armutsanteil unter den Zuwanderern mit ent-

sprechend geringerem Bildungsstatus aufweist, zeigen Zuwanderungsana-

lysen, dass die Zahl gut qualifizierter Einwanderer stärker zunimmt als

diejenige schlechter qualifizierter Einwanderer. „Wenn wir die internatio-

nal vergleichbare Klassifikation der beruflichen und allgemeinbildenden

Bildungsabschlüsse ISCED der UNESCO zugrunde legen, dann ist der Anteil

der Personen mit höheren beruflichen und allgemeinbildenden Bildungs-

abschlüssen seit Beginn der vergangenen Dekade unter den Neuzuwan-

derern kontinuierlich gestiegen. (…) Nach den Angaben des Mikrozensus

ist der Anteil der Personen mit tertiären Bildungsabschlüssen unter den

Neuzuwanderern im erwerbsfähigen Alter (15–65 Jahre), die sich nicht

in Bildung und Ausbildung befinden, von 23 Prozent im Jahr 2000 auf

Abbildung 2: Entwicklung des Wanderungssaldos in Deutschland

in 1.000

1.600

1.400

1.200

1.000

1.

800

1.

600

1.

400

1.

200

1.80

0

1

-200

1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2010

Wanderungssaldo

Fortzüge

Zuzüge

bis 1990 Früheres Bundesgebiet, ab 1991 Deutschland

Quelle: Grünheid/Fiedler 2013, S. 38 auf Datenbasis des StBA