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Entstehungsgeschichte und Einführung in das Handbuch

Die Autoren dieses einführenden Handbuches sind seit mehreren Jahrzehn-

ten in der Ausbildung von Fachkräften für die Beschäftigungsförderung

tätig, insbesondere für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bundesagen-

tur für Arbeit. Alle Autoren waren immer wieder mit der Frage konfron-

tiert, ob nicht die jeweiligen Hochschulen Arbeitsmaterialien, Publikatio-

nen oder sonstiges Schulungsmaterial den Praktikern vor Ort zur Verfügung

stellen könnten. Im Wissen darum, dass in Arbeitsagenturen und Jobcentern

regelmäßig erheblicher Schulungsbedarf für neu eingestellte wie für erfah-

rene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht, gleichzeitig aber der Markt

für Publikationen bisher wenig oder nur selektiv Material bereithält, ent-

stand die Idee, die wesentlichen Kompetenz- und Wissensaspekte im Arbeits-

feld der Beschäftigungsförderung in einem überschaubaren Handbuch zu

bündeln.

Zielgruppen, die wir mit diesem Handbuch ansprechen wollen:

Neue Fachkräfte der Arbeitsvermittlung, Berufsberatung und im Fall-

management der Jobcenter und Arbeitsagenturen

Neue Führungskräfte (mittleres Management), die sich schnell und un-

kompliziert in das neue Aufgabengebiet einarbeiten müssen

Fachkräfte bei Bildungs- und Beschäftigungsträgern, die Integrations-

aufgaben wahrnehmen oder in vielfältiger Weise mit den Fachkräften

der Grundsicherung oder Bundesagentur zusammenarbeiten

Studierende des Grundstudiums in arbeitsmarktnahen Studiengängen

aus Wirtschaft, Verwaltung und Sozialer Arbeit

Seit den Reformen der rot-grünen Bundesregierung mit der Agenda 2010

haben sich die Strukturen und die Landschaft der Beschäftigungsförderung

nachhaltig verändert. Das gilt für die sozialpolitische Ausrichtung und ge-

setzlichen Grundlagen der Beschäftigungsförderung genauso wie für de-

ren organisatorische Um- und Ausgestaltung. Die Bundesagentur für Ar-

beit hat sich nicht nur namentlich, sondern auch in ihrem Aufbau und

Verantwortungsbereich, ihrer Führung und Performanz nachhaltig verän-

dert, die verantwortungsgeteilten Jobcenter sammeln immer noch ihre Er-

fahrungen mit der Umsetzung der einschneidendsten Arbeitsmarktreform

der letzten Jahrzehnte („Hartz IV“) und die bisherigen Bildungs- und Be-

schäftigungsträger sehen sich mit immer neuen Förderansätzen und Pro-

grammen, teils restringierenden Vergabeverfahren und kurzfristigen Mit-

telkürzungen konfrontiert.

Trotz der vielfältigen Veränderungen in den gesetzlichen Grundlagen, den

organisationalen Strukturen und den neuen Steuerungsmodellen zeigt

sich in der Praxis, dass den Begegnungen mit den betroffenen Menschen