Bewerbung & Karriere

Bewerbungsunterlagen: Basisprinzipien für den Erfolg

Das Deckblatt

Letzten Monat haben wir eine Serie angefangen, die sich dem Thema der Bewerbungsunterlagen widmet. Auch wenn die klassische Bewerbung mittlerweile häufig durch Informationen aus dem Internet über uns ergänzt wird, bleiben professionelle Unterlagen eine Voraussetzung für die Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Wir haben gesehen, wie das Anschreiben von der Optik und vom Inhalt gestaltet werden soll. Nun wollen wir einen Bestandteil der Bewerbung genauer betrachten, der nicht zwingend erforderlich ist. Dennoch besprechen wir das Deckblatt an dieser Stelle. Denn wenn es eingesetzt wird, handelt es sich um das zweite Element das bei einer Bewerbung – nach dem Anschreiben – wahrgenommen wird.

Deckblatt als Blickfang

Und gerade hier liegt auch der Vorteil. Wer noch „auf Papier“ bewirbt, wird das Deckblatt oben in der Bewerbungsmappe einklemmen. In diesem Fall verwenden Sie am besten eine durchsichtige Mappe und keine Papiermappe. Das bedeutet, der Arbeitgeber wird vom Bild auf dem Deckblatt angeschaut. Wenn es sich um eine Kartonmappe handelt, geht die Bewerbungsmappe  – von außen unscheinbar – anonym in der Masse unter.

Auch beim Versand digitaler Unterlagen wird das Deckblatt zwischen Anschreiben und Lebenslauf platziert. Die Idee bleibt die Gleiche: Schon bevor sich der Adressat mit den Unterlagen befasst, gewinnt er einen ersten prägenden Eindruck der Person.

Und hier vergibt derjenige eine kostbare Chance, der lediglich ein Deckblatt mit Kontaktdaten und Bild gestaltet. Häufig wird das Blatt noch um den Zusatz „Bewerbung“ ergänzt. Schlimmstenfalls macht die Bewerbungsmappe in Papierform einige Reisen durch die Bundesrepublik und zeigt im Laufe der Zeit Gebrauchsspuren.

Bestimmen Sie den ersten Eindruck

Papier oder digital: Das Deckblatt bietet eine einzigartige Chance, Einfluss auf den ersten Eindruck zu nehmen, den der Arbeitgeber von uns gewinnt! Stellen Sie sich vor: Der Personalleiter oder Headhunter wird sich – ohne zusätzliche Informationen – eher mühsam durch Ihren Lebenslauf kämpfen. Gemeinsam mit dem Anschreiben kommen viele unterschiedliche Informationen zusammen. Diese Zahlen, Daten und Fakten sind nicht differenziert oder gewichtet. Wichtiges wird nicht von Unwichtigem getrennt. So überlassen Sie es dem Zufall, welche Informationen aus dem Lebenslauf haften bleiben.

Egal, ob Sie zwei oder zwanzig Jahre Berufserfahrung vorweisen: Sie wollen sich in Ihrer Bewerbung von Ihrer besten Seite zeigen, damit Sie zum Interview eingeladen werden. Sie bewerben sich auf eine ausgeschriebene Stelle. Alternativ verfassen Sie eine Initiativbewerbung. Diese wird an ein Unternehmen oder einen Personalvermittler gerichtet. So oder so sollten Sie beim Deckblatt Ihre stärksten Argumente zusammentragen, warum Sie für die angestrebte Position prädestiniert sind.

Individualisieren Sie das Deckblatt

Schreiben Sie oben auf dem Deckblatt statt „Bewerbung“ den Namen des Arbeitgebers. Unterhalb Ihres Bildes führen Sie nochmals die Position auf, die Sie anstreben. Darunter verfassen Sie in drei bis fünf Zeilen Ihr Kurzprofil. Das ist keine leichte Aufgabe. Hier handelt es sich um eine Mischung aus

  • Ausbildung
  • Branchekenntnissen
  • Stellenbezeichnungen im Werdegang
  • Leistungen und Erfolge
  • Persönlichkeitsmerkmale

Darunter können Sie mit einigen einzelnen Punkten noch die Aspekte herausheben, die eine besondere Bedeutung haben.

Das Ergebnis könnte in etwa folgendermaßen aussehen:

IT-Bereichsleiter im Konzernumfeld

Profil:

Innovative, marktorientierte und strategische Ausrichtung mit ausgewiesener technischer und kaufmännischer Kompetenz.

Erfahrungen in den Branchen Elektrotechnik/Elektronik, Automobilindustrie und Dienstleistung vom Familienunternehmen bis zum Großkonzern

Interdisziplinäre Führungskraft im internationalen Umfeld als Abteilungsleiter in Industrie und Dienstleistung

  • Diplom Wirtschaftsingenieur (FH)

  • Umfassende Projekt- und Prozesserfahrung

  • Methodische Stärken und entscheidungsfreudig

  • Konfliktfähig, lösungs- und serviceorientiert

  • Konzeptions- und umsetzungsstark
Trennstrich

Über den Autor 

 Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven, Experte in Sachen Bewerbung , gibt Einsteigern, erfahrenen Arbeitnehmern und Quereinsteigern Tipps zum richtigen Verhalten im Bewerbungsgespräch, zum verdeckten Arbeitsmarkt und vielen weiteren spannenden Fragen rund um Bewerbung und Karriere. Als SZ-Jobcoach schreibt er regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung.

Jeden Monat zeigt er innovative und teils kuriose Ansichten und Herangehensweisen an Probleme, die garantiert jeder Bewerber in seinem Leben einmal erlebt hat - vom Bewerbungsprozess bis hin zum heiß ersehnten Gespräch, vom Berufseinstieg bis zum beruflichen Neuanfang.

Vincent G.A. Zeylmans van Emmichoven blickt auf eine internationale Karriere als Geschäftsführer mehrerer mittelständischer Unternehmen und Konzerne (u.a. Yves Rocher und Gillette) zurück. Der Karriere-Coach hält als Gastdozent am MCI Management Center Innsbruck Vorträge zum Thema Job-Hunting, verfasst Beiträge für das Magazin FOCUS und ist Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung.

Whitepaper - Jetzt kostenlos downloaden!
Seminarprogramm 2018
Blog Fokus Pflegerecht
WALHALLA Newsletter

Sie wollen immer gut informiert bleiben?
Melden Sie sich zu Ihrem gewünschten Thema an.

Jetzt anmelden!

Aktuelles Gaststättenrecht Kommentar zum Gaststättengesetz und zum Getränkeschankanlagenrecht
Aktuelles Gaststättenrecht
Aktuelles Straßenverkehrsrecht
Aktuelles Straßenverkehrsrecht